Augen auf beim Android-Kauf

“Ein Android soll es sein.” – das schränkt die Auswahl beim Smartphonekauf meistens ungefähr so sehr ein wie ein “Kaffee bitte.” bei Starbucks oder “Ich hätte gerne ein Sandwich.” bei Subway.

Mit Tastatur oder ohne? Welcher Hersteller? 3 oder 5 oder sogar 8 Megapixel-Kamera? Autofokus und Fotolicht? Wie viel Speicherplatz? Erweiterbar? Mit Trackpad? Welche Bildschirmgröße? Reichen 3,5″ oder doch lieber 4″ oder sogar 4,3″?


Dabei gibt es ein paar ganz einfache Regeln, die man beachten sollte. Zuerst sollte man sich mal überlegen, wozu man ein Smartphone überhaupt braucht und benutzen will. Dann sollte man sich überlegen, was man maximal ausgeben will. Generell gilt: Finger weg von Impulskäufen oder Angeboten ohne sich vorher ausreichend zu informieren.

Am besten überlegt man sich, ob man ein Gerät der Einsteiger-, Mittel- oder High-End-Klasse haben möchte. Wenn man sich dann entschieden hat, dann geht’s weiter. Beim ersten Überlegen spielt das meiste keine Rolle, man sollte sich 1-3 Geräte aussuchen, die einem einfach gefallen. Ich gehe meistens erstmal nur nach dem Aussehen und eventuell danach, wie sie sich anfühlen – was allerdings nicht jeder bei jedem Gerät immer ausprobieren kann. Dann kann man sich Gedanken über das Innenleben machen:

  • Welche Android-Version ist die aktuelle und welche läuft auf dem Gerät? Erhält das Gerät noch Updates? Läuft auf dem Gerät Android 2.1, dann ist es zurzeit z.B. relativ unwahrscheinlich, dass es noch ein Update geben wird. Bei Updates fährt man mit den High-End Geräten meistens am besten. Updates sind wichtig und nicht jeder will sich mit Root und CustomROMs rumschlagen, wobei das auch eine Möglichkeit ist, die Software seines Gerätes aktuell zu halten – allerdings oft eine recht komplizierte und risikoreiche – denn die Garantie verschwindet dann.
  • Welche Oberfläche nutzt der Hersteller? Selten wird ein Gerät mit einem “reinen” (Vanilla) Android ausgeliefert (Beispiel: Samsung Nexus S). Oftmals bekommt man Oberflächen serviert, die weder schick noch funktional sind. HTC liefert oft Sense mit, die zwar ganz schick ist, das Gerät jedoch ausbremst und einen enormen Akkuverbrauch hat. Die eigene Oberfläche von LG habe ich als völlig unbenutzbar empfunden, die TouchWhiz Oberfläche von Samsung gefällt mir ganz gut. Motorola’s MotoBLUR zwingt einen dazu einen MotoBLUR-Account zu erstellen und zu nutzen – ohne diesen bleibt das Gerät unbenutzbar. Auch hier gilt: Videos anschauen, zur Not in einem Laden testen. Jeder ist anders und jedem gefällt etwas anderes besser. Die Oberfläche lässt sich mithilfe sogenannter “Homescreen Replacements” aus dem Android-Market zwar wechseln, was aber auch nicht immer mit den gewünschten Ergebnissen endet.
  • Welche Software liefert der Hersteller mit? Weniger ist mehr. Das wissen die wenigsten Hersteller, denn zu jeder App, die sie mitliefern gibt es weitaus bessere Konkurrenz im Android Market. Diese mitgelieferten Apps hören sich erstmal gar nicht so schlecht an, aber ohne Root kann man sie nicht entfernen und sie verbrauchen Speicher. Meistens verlangsamen sie sogar den Betrieb oder sind völlig nutzlos.
  • Welche Kapazität hat der Akku? Für Android sollte der Akku mindestens mit 1500mAh kommen. Je nach anderer Hardware und Software und vor allem Nutzerverhalten hält der Akku dann +/- einen Tag.
  • Brauche ich Dual-Core? Nein. (Ausnahme: Tablets) Dual-Core sollte absolut kein Kaufkriterium sein. Wenn man sich unsicher fühlt, ob man in 2 Jahren noch das neueste hat, dann ist man in der heutigen Welt sowieso falsch. Spätestens 5-10 Monate nach dem Kauf ist das Gerät sowieso Alteisen. Dual-Core hat im Endeffekt nur eine subjektive Auswirkung auf die Performance. Wenn man immer die neuesten Spiele haben will, sollte man hier eventuell zugreifen. Apps, die Dual-Core unterstützen sind mir bis heute noch keine bekannt.
  • Was ist mir sonst noch wichtig? Kamera ist z.B. so eine Sache. Die ist für viele wichtig. Für mich überhaupt nicht, solange eine da ist. Überlegt euch, was euch wichtig ist! Braucht ihr wirklich 12MP bei einem Smartphone? Braucht ihr eine Frontkamera? ..

Am wichtigsten sind die Punkte Akkulaufzeit und Updates. Zumindest für mich. Jeder achtet bei einem Gerät auf etwas anderes. Das meinte ich mit einem Gerät “was euch einfach gefällt”. Aber die oben genannten Punkte solltet ihr zumindest nicht aus den Augen verlieren.

Ganz generell gesagt: Kauft das, was euch am besten gefällt.

Wenn ihr unbedingt ein bestimmtes Smartphone haben wollt, was nur Android 2.1 hat und keine Updates mehr bekommt, dann tut das! Ihr könnt euch immernoch darüber informieren wie kompliziert Root ist und ob es für das Gerät beispielsweise 2.2 oder sogar 2.3 custom ROMs gibt.

Tables sind übrigens ein Sonderfall bzw. sogar Extremfall. Denn da kann man beinahe nichts falsch machen. Wenn man etwas halbwegs Neues haben möchste, sollte es Android 3.0 Honeycomb sein und das ist mittlerweile auf fast allen Tablets, die dann auch alle eine ähnliche (wenn nicht sogar die gleiche) Aussstattung haben. Da kann man voll und ganz nach dem Aussehen gehen.

Wenn ihr nicht im Laden, sondern im Internet kauft, habt ihr übrigens auch immer die Möglichkeit nach 3-4 Tagen zu merken, dass es euch doch nicht so gefällt und das ganze wieder zurück zu schicken. ;)

Ich könnte auf jeden Punkt noch viel genauer eingehen, aber das würde den Rahmen hier sprengen ;) Ich hoffe doch, dass es für den ein oder anderen hilfreich gewesen ist :)

Outtakes!

Was soll man dazu noch sagen, erklärt sich ja beinahe von selbst. Wo Videos gemacht werden, gibt es Outtakes. Da die ersten gut ankamen, habe ich noch 2 weitere Outtake-Sammlungen hochgeladen und vielleicht werden weitere folgen. Genug Material habe ich jedenfalls.

Outtakes produziere ich ne ganze Menge, denn auf dem Weg zu einem brauchbaren Video kann eine ganze Menge schiefgehen :)

Das neueste:

Daumen hoch, Abo und Kommentare erwünscht ;)

Das Motorola Defy – Outdoor Smartphone?

Achtung: Dieser Eintrag ist “nur” ein Test der WordPress-Funktion von new-how. Im Original findet ihr den Artikel hier. Was sagt ihr zu der Funktion? Wird alles gut übernommen und ordentlich dargestellt?

Das Motorola Defy – von Motorola beworben als Outdoor Smartphone, was mit den High-End Smartphones seiner Zeit (der Start des Geräts ist noch gar nicht so lange her, aber bei Android muss man leider jetzt schon sagen “seiner Zeit” – warum .. dazu später mehr..) angeblich auf einer Stufe stand ist bei mir im Test. Es ist mehr ein “Eindrücke sammeln” als ein ausführlicher Test, dazu habe ich zu wenig Zeit. Aber fangen wir mal an ..

Die Box ist Motorola-typisch (zumindest für Android-Smartphones) und offenbart einiges an Zubehör. Mehr dazu in meinen Videos, unter anderem im Unboxing.

Wie ist der erste Eindruck? Plastik. Einfach nur Plastik. Nach ein paar Tagen Nutzung hat sich dieser Eindruck auch nicht verflüchtig. Es fühlt sich immer noch an wie ein großes Stück Plastik. Müsste man von einem Outdoor-Smartphone nicht erwarten, dass es unglaublich gut verarbeitet ist ..? Ich weiß nicht genau. Es scheint ja vieles auszuhalten, sogar Videos Unterwasser oder unter der Dusche kann man wohl damit drehen. Ich allerdings hätte Angst das zu tun, denn die Spaltmaße sind gefährlich groß (und nach 2 Tagen voll mit Staub), ich habe das Gefühl, dass der Akkudeckel unten nicht ganz abschließt und im Gehäuse rascheln Dinge. Ob das bei jedem so ist, kann ich nicht sagen. Mir kam die Verarbeitung und das Gerät an sich einfach unglaublich billig vor.

Was man noch dazu sagen sollte, ich hatte wirklich nicht zu viele Erwartungen! Die Jungs von New-How haben mir das Gerät bei unserem Treffen auf/vor der Gamescom überreicht und an diesem Tag habe ich mich mit einem alten Nokia 7373 durchgeschlagen, was ich erstmal mit Java-Apps auf den neuesten Stand bringen musste. Ich hatte eine App für Twitter/Facebook und sogar noch eine um Bilder hochzuladen, weil die andere das nicht konnte.

Das Nokia 7373 war alt, locker und aus Plastik. Trotzdem hat die Bedienung mehr Spaß gemacht als beim Motorola Defy. Ich habe immer noch Probleme den Lock-Button bzw. Power-Button richtig zu treffen. Vielleicht ist das auch ein persönlicher Fail, aber es funktioniert einfach nicht richtig. Ich drücke manchmal 20mal, ohne dass etwas passiert. Naja, vielleicht habe ich auch einfach nur ein Montags-Gerät erwischt. Da das ganze ein Testgerät ist, kann ich das Gerät auch nicht umtauschen oder zurückgeben – aber ich muss es ja sowieso zurückschicken und mich dann nicht weiter damit rumärgern ;)

Kommen wir zu weiteren Punkten, die mich ein wenig stören: MotoBLUR. MotoBLUR ist eine Oberfläche von Motorola.

Die Oberfläche vereint alle möglichen Accounts und sozialen Netzwerke in einem und zeigt das ganze “übersichtlich und kompakt” in Widgets auf dem Homescreen an. Das ist jetzt jedem persönlich überlassen, denn es hat eine Menge mit Geschmack zu tun, aber ich habe MotoBLUR eher als nervig und unintuitiv empfunden. Vor allem unübersichtlich. Man kann das ganze leider nicht entfernen oder deaktivieren. Schade, Motorola. Denn mit einem “reinen” (vanilla) Android wäre das Gerät um einiges schneller und übersichtlicher, vor allem “sauberer”. Um das Gerät damit auszustatten, muss man es allerdings rooten und anschließend eine custom ROM flashen. Das ist 1. umständlich und 2. verliert man die Garantie.

Über die App “Konten” kann man alle seine Accounts verwalten. Man braucht einen MotoBLUR-Account - das heißt für mich: der nächste Minuspunkt. Wieso braucht man heutzutage einen Account um etwas zu nutzen, womit man seine Accounts verwaltet? Vorteile: Man hat alle Accounts an einem Platz. Nachteile: Man hat alle Accounts an einem Platz. Wird das Gerät geklaut oder kauft man sich ein neues Gerät mit MotoBLUR wird alles gespeichert und man kann es genau so wieder nutzen. Für mich unnötig und eher eine Unsicherheit als ein praktisches Feature.

Der nächste dicke und fette Minuspunkt: Android 2.1 – damit ist man nicht mehr auf dem neuesten Stand. Android 2.2 und 2.3 bringt große Veränderungen und Features mit sich. Motorola liefert kein offizielles Update für das Defy. Wenn man also die Vorteile von Android 2.2 und höher genießen will(z.B. die extrem verbesserte Performance und Taskverwaltung), muss man sein Gerät selbst verändern und eine custom ROM aufspielen, wofür man Root benötigt. Hierbei geht die Garantie flöten und es kann sein, dass man etwas falsch macht und einen teuren Plastik-Briefbeschwerer aus seinem Gerät macht. Schade, Motorola.

Für diesen “ersten” Eindruck nach ein paar Tagen Benutzung bleibt mir leider nicht sehr viel mehr zu sagen. Mir persönlich kaufen würde ich es nicht und auch empfehlen kann ich es so wie es ist leider nicht. Wenn Motorola ein Update auf Android 2.3 liefert und MotoBLUR verschwindet, wäre das ganze sogar eine Überlegung wert, aber mit den heutigen Smartphones kann es einfach nicht mehr mithalten. Für die Mittelklasse oder die Einsteigerklasse ist das Gerät dann schon eher geeignet. Wer auf die Features von Android 2.2+ verzichten kann oder sein Gerät sowieso mit einer custom ROM bespielen möchte, der kann allerdings zugreifen – wenn er will. Generell ist das Gerät wohl eher geeignet für den Outdoor-Einsatz oder für die Leute, die ihre Geräte früher öfter mal kaputtgemacht haben (durch Runterfallen, etc). Ich persönlich hätte Angst dieses Gerät als Outdoor-Gerät einzusetzen, dafür wirkt es einfach zu schlecht verarbeitet.

Die Bilder im Artikel sind übrigens mit der Sony NEX VG10E geschossen worden. Für eine Videokamera begeistert und überzeugt mich die Qualität der Fotos extrem. Hätte nicht gedacht, dass Bilder einer Videokamera so verdammt gut aussehen können. Man muss allerdings auch dazu sagen, dass ich die Fotos “mal eben so” beim Unboxing geschossen habe und nicht versucht habe möglichst viel rauszuholen. Mit ein wenig Arbeit sehen die Bilder bestimmt noch 20x so gut aus ;)

Wer sich noch weiter über das Motorola Defy informieren möchte, der findet in meinem Channel noch einige Videos, unter anderem eine Software Tour, ein Review zu den MotoBLUR Tastaturen und ein paar kleinere Tutorials.

Wer noch mehr über die Sony NEX VG10E erfahren möchte, dem empfehle ich einfach mal den Produkthafen. Fügt das gute Stück mal hinzu und schaut, was ihr so findet ;) Das Unboxing und die Hardware Tour so wie eine ganze Menge anderer Videos findet ihr aber natürlich auch in meinem Channel.

Kamera? KAMERA. Die Sony NEX VG10E

Wow. Mehr bleibt mir zu dieser Kamera gar nicht zu sagen. Das einzige, was mich bisher stört: Der LCD Screen ist nicht komplett rotierbar, also kann ich mich selbst nicht sehen, während ich mich filme. Ebenfalls hat das Gerät keine Fernbedienung o.Ä. Aber das ist unwichtig und absolut zu verschmerzen ;)

Der andere Punkt, der mich stört: Ich darf sie nicht behalten ;D Die Jungs von New-How waren nett genug sie mir eine Woche für einige Tests auszuleihen und ich werde und habe einige Videos dazu gemacht, die ihr auf New-How findet, wenn ihr z.b. nach Sony NEX VG10E sucht oder das Gerät in eurem Produkthafen hinzufügt :)

Leider geht die Kamera am Samstag schon zurück, also bin ich richtig am Video machen und mit der Kamera “rumspielen” und filmen. Hier ein kleiner Vorgeschmack – ausführlichere Videos und Tutorials findet ihr dann in meinem Channel bei New-How:

Und – natürlich gibt’s auch wieder Outtakes!

Motorola Defy im Test

Dank new-how habe ich gerade das Motorola Defy im Test. Der ein oder andere kennt meinen YouTube-Channel mit Sicherheit, den Lesern meines Blogs würde ich diesen gerne nochmal mit 3 Videos ans Herz legen.

Das Motorola Defy ist als Outdoor Smartphone konzipiert und deswegen eigentlich realtiv robust gebaut. Mein erster Eindruck ist allerdings alles andere als solide: Alles nur Plastik, Akkudeckel schließt nicht richtig ab und im Gehäuse fliegen lose Teile umher, die bei Benutzung rascheln.

Die Software ist ok. Android halt. Leider nur Android 2.1 – Motorola scheint es auch nicht für nötig zu halten, seinen Kunden da endlich mal Updates zu liefern. MotoBLUR ist einfach nur nervig. Zum Kotzen.

Und zum Schluss noch ein paar Outtakes.. einfach so ;) Demnächst gibt’s mehr zu sehen.

Und jetzt noch ein paar organisatorische Dinge:
Meine Technik-Videos, Reviews und Tutorials findet ihre in ausführlicherer Form und mit einigen Videos mehr, die gerade für Einsteiger geeignet sind auf New-How. New-How ist eine aufstregende Technik Community, ein ausführlicher Bericht dazu und warum ich momentan so viel Werbung für die Jungs mache, folgt demnächst ;)

Die Frage ist jetzt .. was soll ich noch mit meinem YouTube-Channel anfangen? Da kommen natürlich weiterhin Videos und so weiter und so fort. Aber ich würde gerne mehr machen. Mehr mit meiner Community bzw meinen Abonnenten anfangen. Was würdet ihr gerne sehen? Ich dachte vielleicht an eine Zusammenfassung der Technik-Geschehnisse – so einmal die Woche? Oder Tutorials zur Spieleprogrammierung? Zu WordPress? Zur Videobearbeitung? Irgendwer Ideen? Ich hoffe diesmal auf einige Kommentare, denn wenn ihr was sehen wollt, was ich liefern kann, dann profitiert ihr ja davon auch ;)